Gewöhnung zur Abgewöhnung.

Die Hyposensibilisierung.

Wussten Sie schon?
Neuerdings gibt es auch eine Hyposensibilisierung, die nicht gespritzt werden muss, sondern geschluckt werden kann.

Über den Nutzen dieser Methode sind sich die Experten jedoch noch nicht völlig einig.

Die Hyposensibilisierung ist eine Methode, dem Körper die Überreaktion auf das Allergen abzugewöhnen. Dazu wird er mit steigenden Konzentrationen des Allergens konfrontiert. Ein- bis zweimal wöchentlich wird das Allergen unter die Haut gespritzt. Je nach Verträglichkeit steigert man die Dosis von Mal zu Mal.

Besonders empfehlenswert ist eine Hyposensibilisierung bei starken allergischen Beschwerden, die pro Jahr länger als drei bis vier Wochen anhalten, außerdem bei Allergenen, denen man praktisch nicht aus dem Weg gehen kann. Dazu gehören z.B. Pollen oder Katzenhaare. Wenn eine Allergie möglicherweise lebensbedrohliche Folgen haben kann, wie die Insektengiftallergie, ist eine Hyposensibilisierung die einzige Methode, diese Gefahr zu beseitigen.

Die Hyposensibilisierung dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Bei Heuschnupfenpatienten wird in der Regel während der Pollenflug-Saison pausiert oder entweder niedrigere Konzentrationen eingesetzt. Relativ neu ist eine so genannte Kurzzeittherapie, die die Beschwerden deutlich vermindern kann. Dazu reichen im Winter vor der Pollenflugsaison sieben Allergen-Injektionen aus.

Eine Hyposensibilisierung beim Heuschnupfen reduziert nicht nur das Risiko eines Etagenwechsels (Verlagerung der Allergie von den oberen in die unteren Atemwege), sondern bessert auch die Beschwerden einer Kreuzreaktion auf Nahrungsmittel.


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