Allergieauslösende Pflanzen

Ein Ausflug in den Wald oder über die Felder kann gerade im Frühling und Frühsommer für Pollenallergiker zur reinsten Qual werden. Die wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen haben wir mit einer kurzen Charakteristik für Sie zusammengestellt. Sie finden hier Informationen über deren Lebensraum, Blütezeit, allergenes Potential und mögliche Kreuzreaktionen.

Ambrosia | Ampfer | Beifuß | Birke | Brennessel | Buche | Eiche | Erle | Esche | Gräser | Hainbuche | Hasel | Kiefer | Pappel | Roggen | Ulme | Wegerich | Weide

Ambrosia

Bild: Ambrosia
  • auch bekannt als: beifußblättriges Traubenkraut oder aufrechte Ambrosie
  • gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae)
  • keine einheimische Pflanze, sondern wurde aus Nordamerika eingeschleppt
  • große Ähnlichkeit mit dem einheimischen Beifuß
  • Vorkommen: wächst auf Brachflächen, Schuttplätzen und an Straßenrändern
  • Blütezeit: Ende Juni bis Ende Oktober, Hauptsaison von Anfang August bis Anfang September
    • Folge: durch die späte Blüte verlängert sich die Leidenszeit der Allergiker bis in den Herbst hinein (Spätsommerallergie)
  • allergene Potenz: einer der weltweit stärksten Allergieauslöser
    • große Problematik: von einer einzelnen Pflanze können eine Milliarde Pollenkörner freigesetzt werden, aber bereits eine Konzentration von nur sechs Körnern pro Kubikmeter Luft ist ausreichend um allergische Beschwerden zu verursachen.
  • Kreuzreaktion: mit
    • anderen Korbblütlern wie Kamille, Sonnenblume, Margerite, Arnika, Gänseblümchen
    • Gräsern
    • Bananen und Melonen
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Ampfer

Bild: Ampfer
  • gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae)
  • ca. 130 verschiedene Arten
  • Vorkommen: wächst auf feuchten Wiesen, Äckern und in Gräben
  • am bekanntesten: Wiesen-Sauerampfer oder nur Sauerampfer
    • säuerlicher Geschmack
    • Verzehr der Blätter ist möglich, zum Beispiel als Zutat in einem Mischsalat
    • Vorsicht bei Nierenkranken und übermäßigem Verzehr:
      kann durch enthaltene Oxalsäure Nierensteine verursachen
  • Blütezeit: Ende April bis September, Hauptsaison von Mai bis Juli
  • allergene Potenz: mäßig
  • keine Kreuzreaktionen mit anderen Pflanzen bekannt
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Beifuß

Bild: Beifuß
  • gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) wie auch Estragon und Wermut
  • Vorkommen: wächst mit Vorliebe auf ungepflegten Flächen, an Wegrändern und an Ufern
  • Verwendung: als Gewürz zu fetten, schwer verdaulichen Gerichten, enthaltene Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd
  • Blütezeit: Mitte Mai bis Ende Oktober, Hauptsaison von Mitte Juli bis Ende August
  • allergene Potenz: hoch bis sehr hoch
  • Kreuzreaktion:
    • mit praktisch allen anderen Korbblütlern, z.B. Margerite, Goldrute, Sonnenblume und Kamille
    • sehr wichtig: mit rohem Sellerie
    • auch mit verschiedenen Gewürzkräutern wie Oregano, Basilikum oder Kümmel
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Birke

Bild: Birke
  • gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)
  • Vorkommen: in kühlen Klimazonen (nördliche Hemisphäre) und an hellen Standorten
  • Verwendung:
    • wirtschaftlich:
      • Holz für Möbel
      • Feuerholz
    • pharmazeutisch:
      • Birkenblätter wirken harntreibend und sind einsetzbar zur Durchspülungstherapie bei Entzündungen der ableitenden Harnwege
  • Blütezeit: temperaturabhängig, ab 15 °C Tagestemperatur, Anfang Februar bis Ende Juli, Hauptsaison im April
  • allergene Potenz: sehr hoch
  • Kreuzreaktion: mit
    • Vertretern der Buchenartigen (Fagales), häufig sind es Erle, Hasel, Hainbuche, Hopfenbuche, Rotbuche, Eiche und Edelkastanie
    • Äpfeln, Anis, Aprikosen, Avocados, Bananen, Basilikum, Birnen, Chilipfeffer, Cashewnüssen, Dill, Fenchel, Haselnüssen, Karotten, rohe Kartoffeln, Kirschen, Kiwis, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Litschis, Mandeln, Majoran, Mangos, Oregano, Pfirsichen, Pfefferminz, Pflaumen, Pistazien, Sellerie, rohen Tomaten und Thymian.
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Brennessel

Bild: Brennessel
  • gehört zur Familie der Nesselgewächse (Urticaceae)
  • Vorkommen: vernachlässigte Flächen, Wegränder
  • Verwendung:
    • Blätter sind zum Verzehr geeignet, zum Beispiel als Salat oder zu Spinat verkochen
    • pharmazeutisch:
      • Wurzel bei Prostatabeschwerden
      • Blätter und Kraut bei rheumatischen Beschwerden und zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
  • Blütezeit: Mitte April bis Ende November, Hauptsaison von Mitte Juni bis Ende August
  • allergene Potenz: sehr gering
  • Kreuzreaktion: keine bekannt
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Buche

Bild: Buche
  • gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae)
  • in ganz Mitteleuropa ist die Rotbuche (der Name kommt vom leicht rötlichen Holz) heimisch
  • Vorkommen: Wälder mit reichlich Wasserangebot, toleriert auch Schatten
  • Verwendung: Holz für Möbel und Brennholz
  • Blütezeit: Anfang März bis Ende Juni, Hauptsaison von Ende April bis Ende Mai
  • allergene Potenz: gering bis mäßig
  • Kreuzreaktion: mit
    • Frühblühern: Birke, Erle, Hasel, Eiche, Edelkastanie, Hainbuche und Hopfenbuche
    • (Hasel-)Nüssen, Mandeln, Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Kirschen, Sellerie, Karotten, rohen Tomaten und rohen Kartoffeln
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Eiche

Bild: Eiche
  • gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae)
  • weltweit existieren ca. 2.000 Eichenarten, sie sind die dominierende Laubbaumgattung auf der Nordhalbkugel
  • Verwendung:
    • wirtschaftlich:
      • Holz für den Häuser- und Schiffbau
      • Eicheln wurden früher gerne an Mastschweine verfüttert
    • pharmazeutisch:
      • Eichenrinde ist, wegen hohem Gerbstoffgehalt bei entzündlichen Erkrankungen von Haut und Schleimhaut, im Genitalbereich und bei akutem Durchfall einsetzbar
  • Blütezeit: Anfang März bis Mitte Juli, Hauptsaison von Ende April bis Mitte Mai
  • allergene Potenz: mäßig
  • Kreuzreaktion: mit Birke, Erle, Hasel, Buche, Edelkastanie, Hainbuche und Hopfenbuche
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Erle

Bild: Erle
  • gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)
  • Vorkommen: Erlen wachsen gerne in Wassernähe, an Bachläufen, Ufern von Seen und Flüssen
  • Blütezeit: beginnt sobald die Tagestemperatur 5 °C überschreitet, ab Dezember bis Ende Mai, Hauptsaison von Ende Februar bis Ende März
  • allergene Potenz: mäßig bis hoch
  • Kreuzreaktion: stark mit Birkenpollen (bei starken Birkenpollenallergiker sind daher schon zur Erlenblütezeit erste Symptome möglich)

 

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Esche

Bild: Esche
  • gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae)
  • Vorkommen: feuchte Standorte
  • Verwendung: als Holz für Möbel, Schiffe, Werkzeuge, Sportgeräte (zum Beispiel Schlitten) und Musikinstrumente (Gitarrenkorpus)
  • Blütezeit: Mitte Februar bis Ende Juni, Höhepunkt liegt oft in der Birkenhochsaison (April bis Anfang Mai)
  • allergene Potenz: mäßig bis hoch
  • Kreuzreaktion: mit Ölbaum, Forsythie, Liguster, Jasmin

 

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Gräser

Bild: Gräser
  • zahlreiche Grasarten, gehören zu unterschiedlichen Familien:
    • Süßgräser (Poaceae) wie auch die Bambusarten
    • Riedgräser (Cyperaceae)
    • Binsengewächse (Juncaceae)
  • Pollen-Allergene sind in allen Pflanzenteilen enthalten. So entstehen beim Schneiden der Halme und Blätter winzige Aerosoltropfen, die bei Inhalation genauso wie die Pollen allergische Reaktionen verursachen.
  • Blütezeit: ab April, kann wegen der Artenvielfalt bis Ende November dauern, Hauptsaison von Mitte Mai bis Anfang August
  • allergene Potenz:
    • hoch, wichtigstes Allergen in West- und Mitteleuropa
    • besonders problematisch für den Allergiker sind die hochwachsenden Arten der Futterwiesen
    • der Roggen (Secale cereale) besitzt die höchste allergene Potenz
  • Kreuzreaktion:
    • nahezu allen Gräser untereinander, da eng verwandt
    • geringere allergene Potenz haben zum Beispiel Schilf (Phragmites), Hafer (Avena)
    • mit Nahrung eher selten, wenn dann vorwiegend mit Hülsenfrüchten wie Erdnüssen, Soja, Bohnen, Erbsen, Linsen, usw.  
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Hainbuche

Bild: Hainbuche
  • gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)
  • Verwendung: oft als Heckenpflanze eingesetzt
  • Blütezeit: Anfang März bis Mitte Juni, Hauptsaison im April
  • allergene Potenz: gering bis mäßig
  • Kreuzreaktion: mit Birke, Erle, Hasel, Buche, Eiche, Hopfenbuche und Edelkastanie

 

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Hasel

Bild: Hasel
  • gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)
  • Vorkommen: in Laubwäldern, an Waldrändern oder als Hecken
  • Blütezeit: ist temperaturabhängig, ab 5 °C, bereits ab Dezember bis Mitte Mai, Hauptsaison von Mitte Februar bis Ende März
  • allergene Potenz: mäßig bis hoch, nach Birkenpollen zweithäufigster Allergieauslöser unter Baumpollen
  • Kreuzreaktion: stark mit Birkenpollen, außerdem mit Erle und Rotbuche

 

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Kiefer

Bild: Kiefer
  • gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Verwendung:
    • zur Wiederaufforstung, da sehr anspruchslos
    • Holz für Hausbau, Möbel oder zur Papierherstellung
  • Blütezeit: Anfang April bis Mitte August, Hauptsaison von Anfang Mai bis Mitte Juni
  • allergene Potenz: gering (nur wenige Allergiker und in der Regel nur in Kombination mit anderen Sensibilisierungen)
  • Kreuzreaktion: keine bekannt

 

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Pappel

Bild: Pappel
  • gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae)
  • Vorkommen: an Flussufern und in Wäldern
  • Verwendung: Holz, Papierherstellung, Energiegewinnung
  • Blütezeit: Anfang Februar bis Ende Mai, Hauptsaison von Mitte März bis Mitte April
  • allergene Potenz: gering
  • Kreuzreaktion: mit Nüssen, Mandeln, Äpfeln, Kirschen, Kiwi, Pflaumen, Karotten, Sellerie

 

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Roggen

Bild: Roggen
  • gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae)
  • Verwendung:
    • als Futter- und Brotgetreide
    • zur Bio-Ethanolherstellung
    • für die Gewinnung von Wodka und Korn
    • als Dämmstoff
  • Blütezeit: Mitte April bis Ende Juli, Hauptsaison von Ende Mai bis Ende Juni
  • allergene Potenz:sehr hoch
  • Kreuzreaktion: mit anderen Gräsern, Getreidemehl, Reis, Mais
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Ulme

Bild: Ulme
  • gehört zur Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae)
  • Vorkommen: Wälder, Gebüsche, Auwälder
  • Verwendung: das wertvolle Holz (Rüster) für Furniere, Möbel, Parkett
  • Blütezeit: Beginn im März bis April, zum Teil auch bis in den Mai
  • allergene Potenz: gering bis mäßig
  • Kreuzreaktion: keine bekannt

 

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Wegerich

Bild: Spitzwegerich
  • gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
  • verschiedene Arten, am bekanntesten sind Spitz- und Breitwegerich
  • Vorkommen: am Wegrand und auf Wiesen
  • Verwendung: Spitzwegerichkraut wirkt innerlich eingesetzt bei Husten reizlindernd und äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen
  • Blütezeit: Mitte April bis Ende Oktober, Hauptsaison von Ende Mai bis Ende August
  • allergene Potenz: mäßig
  • Kreuzallergie: mit Sellerie, Knoblauch, Karotten, Paprika, Anis, Curry, Kümmel
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Weide

Bild: Weidenkätzchen
  • gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae)
  • 30 bis 40 in Europa heimische Arten
  • Vorkommen: bevorzugt an feuchten Standorten
  • Verwendung:
    • wirtschaftlich:
      • zur Bodenbefestigung beispielsweise an Hängen mit Rutschgefahr oder an Flussufern
      • für Holzdübel und -nägel
    • pharmazeutisch:
      • Zubereitungen aus Weidenrinde bei leichten, fieberhaften Erkältungskrankheiten, Schmerzen, entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats, nur bei Erwachsenen (nicht bei Kindern!)
  • Blütezeit: Anfang Februar bis Ende Juni, Hauptsaison von Mitte März bis Anfang Mai
  • allergene Potenz: gering
  • Kreuzreaktion: innerhalb der verschiedenen Weidenarten und mit Pappelpollen
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